In der Kolumne des Monats denk Linda Hiller über das Thema "Richtig spenden" nach.

Richtig spenden!

Das Jahr ist gerade zu Ende und ich lasse die vergangenen Monate Revue passieren. Das Thema „Richtig spenden“ geht mir dabei immer wieder durch den Kopf. Spenden ist immer eine Vertrauenssache - im Gegensatz zu einem gekauften Produkt oder Dienstleistung. Kauft man eines davon, kann man das Preis-Leistungs-Verhältnis selbst überprüfen. Wer jedoch spendet, hat diese Möglichkeit nicht unmittelbar. Er legt die Kontrolle über die Verwendung seines Geldes in die Hände der bedachten Organisation. Viele Spender möchten aber konkret wissen, welche Vorhaben unterstützt werden. Wofür ich natürlich Verständnis habe. Aber mittlerweile möchten sie inzwischen am liebsten selbst steuern und lenken, wohin ihre Spende fließt, was zum Resultat führt, dass zunehmend allgemeine Spenden konsequent abgelehnt werden. Der kontinuierliche Anstieg der zweckgebundenen Spenden zeigt dies leider in bedauerlichem Maße, und unsere tägliche Arbeit wird dadurch stark eingeschränkt. Oftmals werde ich darauf angesprochen: „Was passiert mit meinem Geld, geht dies auch dahin, wofür ich gespendet habe? Schließlich spende ich freiwillig, deshalb möchte ich mich versichern, dass die Spende dort ankommt, wo ich möchte!“

Mit intensiven Gesprächen und auch manchmal etwas Überzeugungsarbeit kann ich den Spendern die Angst nehmen, dass wir nicht sorgsam mit ihrer geleisteten Spende umgehen. Trotzdem versuche ich anhand akuter Beispiele, das Verständnis bei den Spendern für eine allgemeine Spende zu wecken. Denn nur mit freiverfügbaren Spenden können wir als Organisation oftmals dringende Projekte unterstützen. Eben auch bei Projekten, die die Spender selber gar nicht als Priorität gesehen hätten, dies aber für den eigentlichen Projektverlauf von höchster Wichtigkeit ist. Aber genau für diesen Spielraum benötigen wir allgemeine Spenden.

Wir garantieren dafür, dass allgemeine Spenden wirklich dort ankommen, wo sie dringend gebraucht werden. Wir sind ein kleines Team, arbeiten mit dem Geld nach bestem Wissen und Gewissen, setzten Prioritäten und kontrollieren vor Ort, die Verwendung des Geldes und welche Erfolge damit schon erzielt wurden.

Ich wünsche mir für das neue Jahr weiterhin interessante Gespräche mit unseren Spendern und dass ihr Vertrauen in unsere Arbeit weiterhin besteht und ständig steigt. Denn die Spender dürfen versichert sein, mit ihren allgemeinen Spenden kann sofort, wirkungsorientiert und ohne viel Verwaltungsarbeit unkompliziert geholfen werden.

Ihre

Linda Hiller

Fundraising
Evangelische Brüder-Unität, Herrnhuter Missionshilfe

 

KOLUMNE DES MONATS

In der Kolumne des Monats denk Linda Hiller über das Thema "Richtig spenden" nach.

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