Petra Detken schreibt in der monatlichen Kolumne über die Herausforderungen im kirchlichen Engagement.

Liebe Interessierte am Thema Fundraising,

seit einem Jahr beherberge ich in meinem Büro einen Gast: Carla.

Carla ist kein neues Softwareprogramm, kein eingeschleustes Haustier und auch keine heimliche Untermieterin.

Carla ist eine „eierlegende Wollmilchsau“ und bringt mich jeden Tag zum Lächeln.

In vielen Bereichen haben Menschen das Gefühl, alles schaffen zu müssen was an Anforderungen an sie herangetragen wird. Die Familie oder der Freundeskreis sind wichtig und nehmen einiges an Zeit in Anspruch, die beruflichen Herausforderungen steigen an und dann gibt es da noch das gut gewählte Ehrenamt. Bei aller Freude, die diese Bereiche auch bringen ist es in der Gesamtheit oftmals eine Überforderung. Niemand ist für alle Bereiche gleich gut ausgebildet und in der Lage alle Aufgabenbereiche gleich gut zu bewältigen, also keine eierlegenden Wollmilchsau.

Die Kirche ist getragen vom Ehrenamt. Neben den hauptamtlich Beschäftigten sind viele Menschen hoch engagiert in ihrem kirchlichen Ehrenamt, leiten Seniorenkreise, übernehmen sonntags den Küsterdienst oder sind als Kirchenvorstand Teil der Gemeindeleitung.

Der gemeindliche Alltag erfordert bereits viel Engagement und Zeit. Und dann kommt ein neues Projekt dazu: Für den Neubau des Gemeindehauses werden auch neue Stühle gebraucht, die aus dem Bau Etat nicht zu finanzieren sind. Die Gemeindeleitung beschließt, jetzt wird ein Fundraising Projekt gestartet. Aber wer macht es?

 Oft erlebe ich als Referentin für Fundraising, dass an dieser Frage schon ein Projekt scheitern kann.

Das ist schade, denn keiner muss als „eierlegende Wollmilchsau“ das Projekt alleine organisieren und durchführen. Fundraising ist Teamarbeit!

Deshalb spricht alles dafür, in der Gemeinde gut zu schauen, wer etwas besonders gut kann und den Mut zu haben, diese Personen anzusprechen und für das Projekt zu begeistern. Eine Kollegin ist fit in der Projektbegleitung und hat die Fäden und den Zeitplan in der Hand. Der Kollege in der Buchhaltung ist informiert und arbeitet mit. Ein Ehrenamtlicher ist gut vernetzt über den Gemeindebereich hinaus und kann wichtige Kontakte knüpfen, andere haben Talente im Formulieren oder grafischer Gestaltung, eine junge Frau ist besonders firm in der Gestaltung von Websites. All das sind gute Voraussetzungen, um in der Gemeinde erfolgreich Fundraising-Projekte zu starten und durchzuführen. Schauen Sie sich in Ihrer Gemeinde doch einmal um, bestimmt kennen Sie Menschen mit vielen Talenten.

Und dann gibt es in vielen Kirchen Fachreferenten, die Sie dabei unterstützen und begleiten,die Workshops anbieten, in denen Sie ihre Fähigkeiten wie zum Beispiel das Formulieren eines Spendenbriefes stärken können.

Schauen Sie doch auf der Karte der EKD Gliedkirchen nach, wer Sie in Ihrer Landeskirche unterstützten kann.

Viel Freude in der Teamarbeit und Erfolg bei Ihren Fundraising Projekten

wünscht Ihnen

Petra Detken

 

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Petra Detken schreibt in der monatlichen Kolumne über die Herausforderungen im kirchlichen Engagement.

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